Aktuelles

AKTUELLES, TERMINE UND GEDÖNS

Was aber ist für Sie aktuell wichtig?

Zum einen ist die Corona-Soforthilfe zum 30.06.20 ausgelaufen. Jeder sollte prüfen, ob er erhaltene die Mittel dem Förderzweck entsprechend verwendet hat. Andernfalls kann eine Rückzahlungsverpflichtung entstehen, die selbst angemeldet werden muss.

Als zweites Programm zur Stabilisierung von Unternehmen ist die Überbrückungshilfe eingeführt worden. Diese kann bis 31.08.20 beantragt werden und ist der Soforthilfe ähnlich. Auch hier geht es um die Deckung laufender Kosten. Das Verfahren ist allerdings aufwendiger und es müssen auch aktuelle Buchhaltungsunterlagen dazu genutzt werden. Wer also in Betracht zieht, eine Überbrückungshilfe zu beantragen sollte sich mit uns in Verbindung setzen und auch seine Finanzbuchhaltung möglichst aktuell haben.

  • Das Programm für Überbrückungshilfenermöglicht Stützungsmaßnahmen für kleine und mittelständische Unternehmen, die Corona-bedingt hohe Umsatzausfälle verzeichnen. Es gilt branchenübergreifend, berücksichtigt jedoch auch die spezifische Lage von besonders betroffenen Branchen. Das gilt unter anderem für Veranstaltungslogistiker, Schausteller, Clubs oder Reisebüros und viele weitere von anhaltenden Schließungen betroffene Unternehmen. Insgesamt sollen dafür 25 Milliarden Euro bereitgestellt werden. Das Programm sieht für förderungsberechtigte Unternehmen einen Zuschuss zu den betrieblichen Fixkosten der Monate Juni bis August 2020 vor. Voraussetzung dafür ist ein Umsatzrückgang von durchschnittlich mindestens 60 % in den Monaten April und Mai 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Jüngere Unternehmen können auch spätere Vergleichszahlen vorlegen. Je nach Höhe der Umsatzrückgänge in den Monaten Juni bis August werden bis zu 80 % der Fixkosten übernommen. Die maximale Fördersumme liegt bei 150.000 Euro für größere Unternehmen und bei 9.000 bzw. 15.000 Euro für Kleinstunternehmen und Soloselbständige von bis zu fünf bzw. zehn Beschäftigten.

Unternehmen aller Größen können auch weiterhin Liquiditätshilfen aus dem Sonderprogramm 2020 der KfW beantragen.

Die Umsatzsteuersatzsenkung beträgt vom 1.07.20.-31.12.20 von 19% auf 16% und von 7% auf 5%. Ab 1.01.21 soll diese Senkung wieder abgeschafft werden (Stand heute).

Dieser Bereich ist in der Umsetzung mit enormen Herausforderungen verbunden und noch nicht jedes Unternehmen konnte seine EDV umstellen. Dafür kann im Juli 2020 noch mit den alten Steuersätzen abgerechnet werden. Sobald eine Aktualisierung der EDV erfolgen konnte (das ist nachzuweisen, zB durch Auftragszettel, Arbeitszettel des Dienstleisters) muss dann eine Korrektur für den Zeitraum seit 1.07.20 erfolgen.

Wichtig ist:
Die Umsatzsteuer wird nach Leistungsdatum abgerechnet!
Einige Beispiele:

  • Wird eine Leistung – z.B. Bau einer Garage – im Juni begonnen und im Juli fertig, unterliegt sie der Umsatzsteuer mit 16%.
  • Wird eine Leistung im Juni erbracht aber die Rechnung erst im Juli geschrieben, unterliegt sie dem Umsatzsteuersatz von 19%.
  • Ein Mietvertrag besteht aus vielen Teilleistungen. Hier werden für die Monate 2020/07 – 2020/12 ergänzende Belege auzustellen sein.
  • Bestellungen von Wirtschaftsgütern oder Dienstleistungen werden mit dem Steuersatz belegt, der im Zeitpunkt der Lieferung gilt.
  • Bei Pfandrückgaben wird die Steuersatzänderung mit jeweils 3 Monaten Verzögerung berücksichtigt.
  • Wurden Anzahlungsrechnungen mit 19% Umsatzsteuer gestellt und die Endrechnung liegt bei Auslieferung bei 16%, muss die Anzahlung mit 19% offen ausgewiesen und abgezogen werden.
  • Wurde im Juni Ware mit 19% eingekauft und im Juli verkauft, so gilt beim Verkauf der Steuersatz 16%. Der Steuersatz bei Einkauf hat keinen Einfluss auf den Steuersatz bei Verkauf.

Dies sind nur ein paar Anmerkungen. Wir werden in den laufenden Finanzbuchhaltungen auf die korrekte Abrechnung achten und ggfs. eine Berichtigung empfehlen. Solange Sie sich an den Grundsatz halten, es gilt der Steuersatz im Zeitpunkt der Ausführung der Leistung, sind Sie allerdings gut vorbereitet. Bei Fragen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.

Familien erhalten einmalig einen Kinderbonus von 300 Euro je Kind. Dazu wird das Kindergeld entsprechend aufgestockt. Das stärkt die gesamtwirtschaftliche Nachfrage zielgerichtet dort, wo es besonders notwendig ist. Der Kinderbonus wird nicht auf die Grundsicherung angerechnet und bei besserverdienenden Haushalten mit dem Kinderfreibetrag verrechnet. Die Auszahlung erfolgt in 2 Teilbeträgen im Herbst 2020. Ein gesonderter Antrag ist nicht erforderlich.

  • Um die Einkommen von Alleinerziehenden zu stabilisieren, wird der Entlastungsbetrag für Alleinerziehendein der Einkommensteuer für die Jahre 2020 und 2021 von 1.908 Euro auf 4.000 Euro mehr als verdoppelt.
  • Mit der „Sozialgarantie 2021“ werden die Sozialversicherungsbeiträge bis 2021 bei maximal 40 % stabilisiert. Darüber hinausgehende Finanzbedarfe werden aus dem Bundeshaushalt gedeckt. Das entlastet Nettoeinkommen von Beschäftigten und schafft Verlässlichkeit für Unternehmen.
  • Derzeit liegen wir ohne Umlagen bei einer Belastung von etwa 39%.
  • Der einfache Zugang zur Grundsicherungohne Vermögensprüfung wird bis Ende 2020 verlängert.
  • Ein Schutzschirm für Auszubildendesorgt dafür, dass Schulabsolventen ihre Ausbildung beginnen und Auszubildende ihre laufende Ausbildung ordentlich beenden können. Dazu zählt eine Ausbildungsprämie für kleine und mittlere Unternehmen.

Natürlich ist dies nur ein Ausschnitt und tatsächlich am wichtigsten in der Praxis dürfte die Umsetzung der kurzfristigen Umsatzsteuerabsenkung sein. Sprechen Sie uns bei Fragen gern an. Mitunter müssen auch wir uns an manche Themen mittels Erfahrungswerten und dem Anwendungserlass des Bundesministeriums für Finanzen die Lösung erarbeiten. Eine Lösung werden wir in jedem Fall finden.

Wir wünschen Ihnen viel Freude bei der Arbeit und eine schöne Woche
Gitta Beuße und Team

 

In diesem Bereich bieten wir einige wichtige Informationen als Downloads an. Zum öffnen der Dokumente benötigen Sie den Adobe Reader.

STEUERLICHE FÖRDERUNGEN VON KLIMASCHUTZMAßNAHME

So sparen Sie Steuern und tun etwas fürs Klima.
Auf den ersten Blick betrachtet, hat der Klimaschutz nichts mit Steuern zu tun. Damit Deutschland seine Klimaziele erreicht, hat der Gesetzgeber am 31.12.2019 das Gesetz zur Umsetzung des Klimaschutzprogramms 2030 veröffentlicht…

STEUERLICHE MAßNAHMEN…

…zur Berücksichtigung der Auswirkungen des Coronavirus (COVID-19/SARS-CoV-2)
In weiten Teilen des Bundesgebietes sind durch das Coronavirus beträchtliche wirtschaftliche Schäden entstanden oder diese werden noch entstehen. Es ist daher angezeigt, den Geschädigten durch steuerliche Maßnahmen zur Vermeidung unbilliger Härten entgegenzukommen.

19. März 2020

Fragen und Antworten rund um das Coronavirus (COVID-19)

Hilfreiche Links und Tipps für Unternehmen hat der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) zusammengefasst: dihk.de

Schutzschild für Unternehmen & Beschäftigte

bmwi.de

KFW-Darlehen (COVID-19)

Die Kredit- und Fördermaßnahmen zur Überwindung der Krise kfw.de

Sofortmaßnahmen zur Stärkung der Wirtschaft

Das Bundeswirtschaftsministeriums gibt folgende notwendigen Informationen raus: bmwi.de

Steuerliches Hilfsprogramm

Mögliche steuerliche Hilfen vom Bundesfinanzministerium: bundesfinanzministerium.de

Möglichkeiten zur Steuerstundung

bundesfinanzministerium.de

Bundesagentur für Arbeit

Kurzarbeitergeld – die Arbeitsagentur bietet entsprechende Informationen: arbeitsagentur.de Antrag Kurzarbeitergeld Anzeige über Arbeitsausfall

STEUERERLEICHTERUNG AUFGRUND…

…der Auswirkungen des Coronavirus Um steuerliche Erleichterungen schnell, unkompliziert und unbürokratisch gewähren zu können, finden Sie hier ein vereinfachtes Antragsformular für Stundungen bzw. Anpassungen von Vorauszahlungen